Update: Corona-Empfehlungen

Der DMSG Bundesverband veröffentlicht auf seiner Website Empfehlungen für Multiple Sklerose-Erkrankte zum Coronavirus, die ständig aktualisiert werden und an denen sich auch die DMSG Niedersachsen orientiert:

Gruppentreffen

Die bundesweit aktive DMSG-Hygiene-Arbeitsgruppe, in deren Arbeit auch kontinuierlich die Zuarbeit aus allen Landesverbänden einfließt, hat ihre bisherige Stellungnahme aufgrund der gestiegenden Infektionszahlen korrigiert und empfiehlt gemeinsam mit der  DMSG, Gruppentreffen mit persönlicher Anwesenheit bis auf Weiteres auszusetzen und sich stattdessen wieder digital oder auf andere Weise (z.B. per Telefonkonferenz) auszutauschen. (Stand: 19.11.2021). Für diese Videochats hat sich der Bundesverband für das Programm Webex vom Anbieter Cisco entschieden. Entsprechende Hilfestellungen bei der Umsetzung gibt die Geschäftsstelle gern allen Interessierten – Anfragen an info@dmsg-niedersachsen.de.

COVID-19-Impfung

"Die DMSG befürwortet das Impfen gegen Covid-19 weiterhin nachdrücklich. Ergebnisse aus Großbritannien zeigen, dass eine vollständige Impfserie mit den Impfstoffen Vaxzevria (AstraZeneca) und Comirnaty (BioNTech/Pfizer) eine vergleichbar hohe Schutzwirkung auch für die vorherrschenden Virusvarianten ergab."
"Nach den am 24. September aktualisierten Impf-Empfehlung zur Corona-Schutzimpfung der STIKO sollen bislang noch ungeimpfte Personen grundsätzlich eine Impfserie mit mRNA-Impfstoffen erhalten. Die STIKO spricht sich auch dafür aus, dass Menschen mit einer Immundefizienz sechs Monate nach einer vollständigen Impfserie eine Auffrischung angeboten wird. Bei schwerer Immundefizienz mit erwartbar stark verminderter Immunantwort kann die dritte Impfung bereits vier Wochen nach der zweiter Impfung erfolgen.
" – Auszüge aus den Empfehlungen des Bundesverbandes.

"Die DMSG hat bereits gemeinsam mit dem KKNMS eine Stellungnahme veröffentlicht, in der eine dritte Impfung von MS-Erkrankten und ihren behandelnden Ärzten sechs Monate nach der vollständigen Impfung erwogen werden soll, die insbesondere mit Immuntherapeutika wie Ocrelizumab (Ocrevus®) oder einem S1P-Modulator ((Fingolimod (Gilenya®)Ozanimod (Zeposia®)Ponesimod (Ponvory®)) behandelt werden oder bei MS-Erkrankten mit negativem anti-S(spike)-Antikörpertest. Die vorgenannten Immuntherapeutika können die Impfantwort beeinträchtigen. Vorsorglich weisen wir jedoch darauf hin, dass auch diese Auffrischungsimpfung nicht zwangsläufig zu einer positiven Antiköperantwort führen muss. Wir raten jedoch dringend davon ab, zugunsten einer dritte Impfung eine laufende MS-Therapie zu unterbrechen. Wir empfehlen weiter die Beachtung der AHA+L-Regel." – Auszug aus den Empfehlungen des Bundesverbandes. Die vollständige Stellungnahme ist hier nachzulesen.

Kostenlose Antigen-Schnelltests

"Außerdem wird in der am 21. September im Bundesanzeiger veröffentlichten, ab elften Oktober 2021 gültigen, Coronavirus-Testverordnung (TestV) geregelt, dass Menschen mit Kontraindikationen gegen eine Corona-Schutzimpfung über den elften Oktober hinaus kostenlose Antigen-Schnelltests weiter in Anspruch nehmen können, wenn sie ein ärztliches Attest zur sogenannten Impfunfähigkeit vorlegen können. Multiple Sklerose stellt per se keine Kontraindikation gegen eine Impfung dar. Auch aufgrund der immunmodulierenden und immunsupprimierenden Therapien der MS besteht grundsätzlich keine Kontraindikation gegen eine Impfung.
Die DMSG, Bundesverband e. V. stellt einen Musterbescheid für ein ärztliches Zeugnis bezüglich der Impfunfähigkeit nach nach § 4a Coronavirus-Testverordnung vom 21. September 2021 (TestV) bereit, das hier heruntergeladen werden kann. Das Attest muss durch Ihren Facharzrt vervollständigt werden, die Kosten für die Ausstellung dieses Attests werden übernommen.
" – Auszug aus den Empfehlungen des Bundesverbandes.

Zugang zur COVID-19-Impfung

"Nach § 2 der Corona-Impfverordnung vom 30.08.2021, gültig ab 01.09.2021, besteht auch ein Anspruch auf Folge- und Auffrischimpfungen. Sind Abweichungen vom Impfschema der STIKO-Empfehlung aus wichtigem Grund erfolgt, soll das Impfschema der SITKO danach weiter fortgesetzt werden. Sprechen Sie Ihren Hausarzt wegen eines Impftermins aktiv an. Wenn Sie arbeiten, erkundigen Sie sich, ob Ihr Unternehmen auch Corona-Schutzimpfungen über einen Betriebsarzt anbietet.
Impfzentren: Unter der Telefonnummer 116 117 können Sie für viele Bundesländer Impftermine erfragen. Auf der Website www.116117.de/de/corona-impfung.php finden Sie Angaben zu jedem Bundesland." – Auszug aus den Empfehlungen des Bundesverbandes.

Schubrisiko in Zusammenhang mit COVID-19-Impfung

"Es gibt derzeit keine wissenschaftliche Evidenz, dass eine Impfung gegen Covid-19 zu einer Aktivitätszunahme bzw. Schubhäufung bei MS führt. Die MS stellt demnach keinen Hinderungsgrund für eine Impfung gegen Covid-19 dar, der individuelle Nutzen der Impfung überwiegt das individuelle Risiko eines MS Patienten." – Auszug aus der gemeinsamen Stellungnahme des Bundesverbandes und des KKNMS.

"Bei sehr selten vorkommenden Schüben in engem zeitlichen Zusammenhang nach einer Sars-Cov2-Impfung empfehlen wir die zweite Impfung möglichst lange (mindestens vier bis sechs Wochen) hinauszuschieben (Intervalle lt. STIKO-Empfehlung) bzw. in Absprache mit dem behandelnden Facharzt (Neurologen) in Erwägung zu ziehen, vorerst keine zweite Impfung wahrzunehmen. Sofern Sie keine immunsupprimierenden oder depletierenden Therapien anwenden, kann eine Antikörpertiter-Bestimmung nach der erste Impfung Auskunft darüber geben, ob Sie bereits durch die erste Impfung zunächst ausreichend geschützt sind." – Auszug aus den Empfehlungen des Bundesverbandes. Näheres zu den Immuntherapien und Schüben bzw. der Impfung erfahren Sie auf der Bundesverband-Seite Schutz-Impfung gegen Corona.

Arzt-Sprechstunden auf MS Connect

Die Experten-Sprechstunden auf der DMSG-Plattform MS Connect bieten die Möglichkeit, sich online bei MS-Experten aus dem Ärztlichen Beirat der DMSG zu verschiedenen Themen rund um das Leben mit der Erkrankung Multiple Sklerose fachkundige Informationen einzuholen. Aber auch Ihre Fragen zu Covid-19 und MS können gestellt werden.
Um an der Sprechstunde teilzunehmen, melden Sie sich bitte auf MS Connect an. Sie finden die Gruppe unter dem Namen "Allgemeine medizinische Fragen und Corona-Virus und MS" über die Suche oder auf der Startseite nach der Anmeldung.
Auch für noch nicht Registrierte ist die Teilnahme sofort nach dem Registrierungsprozess möglich. Sie können MS Connect, auch als Nichtmitglied, sechs Wochen lang testen. Hier gelangen Sie zur Anmeldung: www.msconnect.de/user/register.
Alle Sprechstunden werden am Tag zuvor eröffnet, sodass Sie Ihre Fragen bereits in den Chat schreiben können. Die Expert*innen beantworten diese dann zu der angegebenen Zeit. Zusammenfassungen mit den wichtigsten Fragen und zugehörigen Antworten der vergangenen Corona-Sprechstunden können Sie jederzeit hier nachlesen.

Online-Veranstaltungen

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation finden viele Veranstaltungen der DMSG Landesverbände online statt. Dazu haben sich mit der Zeit einige virtuelle Zusatzangebote, z.B. zu zurzeit relevanten Themen, entwickelt. Diese Online-Veranstaltungen richten sich sowohl an Mitglieder als auch an Nicht-Mitglieder und sind länderübergreifend – d.h. Mitglieder können auch an Angeboten eines anderen DMSG-Landesverbandes teilnehmen!
Neben coronaspezifischen Themen wie "Corona-Schutzimpfungen mit Multipler Sklerose" finden auch Online-Seminare und -Workshops zur MS-Bewältigung und Gesundheitsförderung statt. Eine Übersicht über alle Termine finden Sie auf der Seite des Bundesverbandes unter
www.dmsg.de/dmsg-bundesverband/landesverbaende/veranstaltungen.

Neben den Empfehlungen für Multiple Sklerose-Erkrankte zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung veröffentlicht der Bundesverband der DMSG weitere Informationen rund um das Thema Corona und MS hier.
Bitte beachten Sie, dass eine Impfung Sie zwar vor schweren Verläufen einer COVID 19-Erkrankung schützt, aber bisher keine ausreichenden Daten vorliegen, inwieweit auch geimpfte Personen als Überträger der Erkrankung eine Rolle spielen. Auch Reinfektionen können erfolgen. Die Hygieneregeln sollten daher von allen, auch genesenen und geimpften Personen unbedingt bis auf weiteres eingehalten werden.

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