Update: Corona-Empfehlungen

Der DMSG Bundesverband veröffentlicht auf seiner Website Empfehlungen für Multiple Sklerose-Erkrankte zum Coronavirus sowie zur Corona-Schutzimpfung, die ständig aktualisiert werden und an denen sich auch die DMSG Niedersachsen orientiert:

Kontaktgruppentreffen

Die bundesweit aktive DMSG-Hygiene-Arbeitsgruppe, in deren Arbeit auch kontinuierlich die Zuarbeit aus allen Landesverbänden einfließt, hat ihre bisherige Stellungnahme aufgrund der gestiegenden Infektionszahlen korrigiert und empfiehlt gemeinsam mit der DMSG, Gruppentreffen mit persönlicher Anwesenheit bis auf Weiteres auszusetzen und sich stattdessen wieder digital oder auf andere Weise (z.B. per Telefon) auszutauschen (Stand: 19.11.2021). Für Videoanrufe steht allen Kontaktgruppen das Programm Webex vom Anbieter Cisco kostenfrei zur Verfügung. Entsprechende Hilfestellungen bei der Umsetzung gibt die Geschäftsstelle gern – Anfragen an info@dmsg-niedersachsen.de.

COVID-19-Impfung

"Die DMSG befürwortet das Impfen gegen Covid-19 weiterhin nachdrücklich. Die Ständige Impfkommission (STIKO) [...] empfiehlt die Auffrischungsimpfung für alle ab dem 18. Lebensjahr. Bislang noch ungeimpfte Personen sollen grundsätzlich eine Impfserie mit mRNA-Impfstoffen erhalten. Die STIKO spricht sich dafür aus, dass Menschen mit einer Immundefizienz prioritär sechs Monate nach einer vollständigen Impfserie eine Auffrischung angeboten wird, im Einzelfall auch bereits nach fünf Monaten. Bei schwerer Immundefizienz mit erwartbar stark verminderter Immunantwort kann die dritte Impfung bereits vier Wochen nach der zweiten Impfung erfolgen."

"Die DMSG hat bereits gemeinsam mit dem KKNMS eine Stellungnahme veröffentlicht, in der eine dritte Impfung von MS-Erkrankten und ihren behandelnden Ärzten sechs Monate nach der vollständigen Impfung erwogen werden soll, die insbesondere mit Immuntherapeutika wie Ocrelizumab (Ocrevus®) oder einem S1P-Modulator ((Fingolimod (Gilenya®)Ozanimod (Zeposia®)Ponesimod (Ponvory®)) behandelt werden oder bei MS-Erkrankten mit negativem anti-S(spike)-Antikörpertest. Die vorgenannten Immuntherapeutika können die Impfantwort beeinträchtigen. Vorsorglich weisen wir jedoch darauf hin, dass auch diese Auffrischungsimpfung nicht zwangsläufig zu einer positiven Antiköperantwort führen muss. Wir raten jedoch dringend davon ab, zugunsten einer dritte Impfung eine laufende MS-Therapie zu unterbrechen." – Die vollständige Stellungnahme ist hier nachzulesen.

"Die STIKO empfiehlt seit dem neunten Dezember 2021 auch Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren mit Vorerkrankungen, wie der Multiplen Sklerose, die COVID-19-Impfung. Zusätzlich wird die Impfung auch Kindern empfohlen, in deren Umfeld sich Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht, oder nur unzureichend durch eine Impfung, geschützt werden können. Dies könnte bei MS-Erkrankten unter bestimmten Medikationen der Fall sein."

– Auszüge aus den Empfehlungen des Bundesverbandes (Stand: 17.12.2021).

Schubrisiko in Zusammenhang mit COVID-19-Impfung

"In der israelischen Studie (Achiron et al) wurde ein Schubrisiko von ca. zwei Prozent nach der Impfung mit dem Impfstoff Comirnaty (BioNTech) beobachtet, was aber der erwarteten Schubhäufigkeit in diesem Zeitraum entsprach. [...] Bei sehr selten vorkommenden MS-Schüben in engem zeitlichen Zusammenhang nach einer SARS-CoV-2-Impfung empfehlen wir die Zweit- und Drittimpfung möglichst lange (mindestens vier bis sechs Wochen) über die empfohlenen zeitlichen Abstände hinaus aufzuschieben (Intervalle lt. STIKO-Empfehlung) bzw. in Absprache mit dem behandelnden Facharzt (Neurologen) in Erwägung zu ziehen, vorerst keine Zweit. bzw. Drittimpfung wahrzunehmen. Sofern Sie keine immunsupprimierenden oder depletierenden Therapien anwenden, kann eine Antikörpertiterbestimmung nach der ersten Impfung Auskunft darüber geben, ob Sie bereits durch die erste Impfung zunächst ausreichend geschützt sind. Aber auch in dieser Sitruation ist zu beachten, dass die gemessenen Titer mit der Zeit abfallen und der Impfschutz damit nachlässt." – Näheres zu den Immuntherapien und Schüben bzw. der Impfung erfahren Sie auf der Seite des Bundesverbandes.

Arzt-Sprechstunden auf MS Connect

Die Experten-Sprechstunden auf der DMSG-Plattform MS Connect bieten die Möglichkeit, sich online bei MS-Experten aus dem Ärztlichen Beirat der DMSG zu verschiedenen Themen rund um das Leben mit MS, auch zu Covid-19 und MS, fachkundige Informationen einzuholen.
Um an der Sprechstunde teilzunehmen, melden Sie sich bitte auf MS Connect an. Sie finden die Gruppe unter dem Namen "Allgemeine medizinische Fragen und Corona-Virus und MS" über die Suche oder auf der Startseite nach der Anmeldung.
Alle Sprechstunden werden am Tag zuvor eröffnet, sodass Sie Ihre Fragen bereits in den Chat schreiben können. Die Expert*innen beantworten diese dann zu der angegebenen Zeit. Zusammenfassungen mit den wichtigsten Fragen und zugehörigen Antworten der vergangenen Corona-Sprechstunden können Sie jederzeit hier nachlesen.

Online-Veranstaltungen

Auch in den DMSG-Landesverbänden können aufgrund der Coronapandemie derzeit keine Treffen und Veranstaltungen in Präsenzform angeboten werden. Als Alternative organisieren viele Landesverbände und der DMSG-Bundesverband zahlreiche Online-Veranstaltungen, an denen alle Interessierten kostenlos teilnehmen können. Diese Online-Veranstaltungen richten sich sowohl an Mitglieder als auch an Nicht-Mitglieder und sind länderübergreifend – d.h. Mitglieder können auch an Angeboten eines anderen DMSG-Landesverbandes teilnehmen! Eine Übersicht über alle Termine finden hier.

Alle Infos und Links rund um das Coronavirus und MS finden Sie hier.

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