Benefizradtour für Menschen mit MS

Gehrenkemper Benefizradtour

Georg Gehrenkemper, Vorsitzender des Förderkreises der DMSG Niedersachsen, liebt das Radfahren. Im April verband er sein soziales mit dem sportlichen Engagement und startete eine Benefizradtour zugunsten des Förderkreises.

18 Tage – 1.300 km

Vom 20. April bis 31. Mai  – mit einer coronabedingten Unterbrechungspause in Laatzen vom 2. bis 25. Mai – radelte Georg Gehrenkemper von der Zugspitze bis auf die Halbinsel Holnis durch sechs Bundesländer: Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Dabei hat er auf die Situation von Menschen mit MS aufmerksam gemacht und Spenden für Projekte der DMSG gesammelt.
Eindrücke der Tour sehen Sie hier: 

  1. Tag 1: Garmisch-Partenkirchen - Waltenhofen (20. April)

    Heute startet Georg Gehrenkemper mit seiner Benefiztour "18 Tage - 1.300 Kilometer". Bereits gestern Abend gab es eine Riesenüberraschung: Großer Empfang der MS-Kontaktgruppen aus Garmisch-Partenkirchen und Murnau. Herzlichen Dank an alle Unterstützer*innen!

    Dann ging es am Morgen nach oben auf die Zugspitze mit der Zugspitzbahn zum offiziellen Start der Benefiztour! Drei MS-Betroffene haben Georg Gehrenkemper - wieder unten ging es los zur ersten Etappe! 69 km und viele Höhenmeter später dann abends um 17:30 Uhr die Ankunft in Schwangau. Landschaftlich sind die Impressionen vom Tag 1 beeindruckend, aber noch wichtiger sind die zahlreichen Gespräche und das positive Interesse überall. 

  2. Tag 2: Waltenhofen - Landsberg am Lech (21. April)

    Von Schwangau über Schongau geht es heute nach Landsberg! Auch bei einem trainierten Radfahrer wie Georg Gehrenkemper sind die Muskeln jetzt spürbar - aber die gefahrenen 80 Km heute haben den Radler wieder an verschiedene wunderschöne Stationen geführt. Erneut gelingt es hier, auf die Erkrankung MS aufmerksam zu machen und die vielen wunderbaren Begegnungen zu erleben sind fast unfassbar für Georg Gehrenkemper: Danke für den tollen Mittagstreff mit der MS-Kontaktgruppe in Schongau - ebenso ein herzliches Dankeschön auch an die DMSG-Mitglieder in Landsberg, die abends unseren Radler so herzlich empfangen haben. An beiden Stationen gab es neben den kulinarischen Highlights, herzliche Begegnungen, die unvergesslich bleiben und vor allem eine tolle Athmosphäre!

    Auch ein Dankeschön an das Stadthotel Augsburger Hof in Landsberg für die spontane Unterstützung.

  3. Tag 3: Landsberg am Lech - Donauwörth (22. April)

    Am dritten Tag gibt es einen Mittagstreff in Augsburg, vorbei an der Augsburger Puppenkiste findet ein besonderes Treffen mit der DMSG Schwaben statt - danke auch hier den beteiligten Personen und engagierten Mitradlern.

    Das Mittagspicknick von der Augsburger MS-Gruppe vorbereitet, war sehr, sehr lecker und dieses herzliche Miteinander am Kuhsee in Augsburg hat den Radlern eine hervorragende Motivation zur Weiterfahrt gegeben, denn danach ging es nach Donauwörth, eine Tagesstrecke von 90 km, gefahrene Kilometer insgesamt waren es heute sogar über 100 km!

  4. Tag 4: Donauwörth - Feuchtwangen (23. April)

    Am Samstag führte die Tour die Radler zunächst weiter nach Nördlingen, wo bereits vormittags ein Infostand am Kriegerbrunnen von der Kontaktgruppe vorbereitet war. Danach ging es nach Feuchtwangen, mit dabei fünf Mitradler aus Dinkelsbühl!

    Die Tagesstrecke von 90 Km hatte es heute wieder in sich, aber die Stationen in Nördlingen, Dinkelsbühl und Feuchtwangen bedeuteten nicht nur wunderbare Orte, die unsere Radler kennenlernen durften, sondern vor allem tolle Begegnungen mit Menschen.

    Dank stellvertretend an Monika, Gaby&Harald und Helga für die Gespräche und alles, was Ihr organisiert habt! Vom schwäbisches Bayern geht es morgen ins romantische Unterfranken.

  5. Tag 5: Feuchtwangen - Würzburg (24. April)

    Leider erwischt unsere tapferen Radler heute der Regen - so dass der Halt in Rothenburg heute verlängert wird, zum Glück ist für morgen ein Ruhetag in Würzburg eingeplant. Das letzte Teilstück wird heute im Zug zurückgelegt - damit die Radler wieder warm und trocken werden.

    Ursprünglich waren heute über 100 km von Feuchtwangen bis nach Würzburg geplant! Im Regen und bei Kälte fuhren unsere Radler sagenhafte 40 Kilometer von Feuchtwangen bis nach Rothenburg. 

  6. Tag 6: Würzburg (25. April)

    Dieser Ruhetag in Würzburg war kein Ruhetag, sondern auch wieder ein besonderer Tag mit besonderen Begegnungen: Georg Gehrenkemper war von 10:30 bis 15 Uhr in der Würzburger Innenstadt unterwegs. Mitten in der Fußgängerzone am Infostand der MS-Kontaktgruppe gab es viele interessante Gespräche, neue Kontakte und nebenbei berichtete er zwei TV-Reportern von seiner ganz besonderen Tour.

    Morgen geht es dann weiter ins zweite Bundesland, nach Hessen!

  7. Tag 7: Würzburg - Zeitlofs (26. April)

    Gestern war der Waschtag in Würzburg und leider bleibt es auch heute feucht, der 7. Tag der Benefiztour war ein Regentag, frei nach dem Motto „Ein Frosch ohne Rad ist doch kein Frosch“!

    Aber auch dieser Tag ist geprägt von besonderen Erlebnissen und tollen Begegnungen:  André Pfister, der die MS-Gruppe in Bad Brückenau leitet, begleitet Georg Gehrenkemper heute und zeigt ihm sein "Heimatrevier". Von Würzburg geht es über Heiligenstadt und Gemünden am Main den Maintalradweg entlang. Nach einer Kaffeepause geht es den Sinn hinauf über Marktsinn und Burgsinn nach Zeitlofs, dem heutigen Etappenziel.

    Und abends gibt es das Treffen von DMSG-Aktivisten aus den drei Landesverbänden Bayern, Hessen und Niedersachsen, genauer gesagt trifft Georg Gehrenkemper Mitglieder aus der KG Brückenau und "Die Bergwinkler" aus Schlüchtern - Landesgrenzen sind nicht unwichtig!

    Morgen geht es dann hoffentlich mit Sonne den Fuldaradweg entlang!

  8. Tag 8: Zeitlofs - Bad Hersfeld (27. April)

    Und die Sonne lacht wieder für unsere Benefiztour!

    Am 8. Tag dieser Deutschlandreise für Menschen mit MS ging es für Georg Gehrenkemper von Zeitlofs über Fulda nach Bad Hersfeld. Das bedeutete 108 km und 867 hm und "das war anstrengend" (O-Ton Georg Gehrenkemper). Unsere Bewunderung wächst täglich! Aber sicherlich tragen auch die vielen wunderbaren Begegnungen dazu bei, dass Georg Gehrenkemper einfach immer weiterrardelt und  fast ist ja die Halbzeit bereits erreicht! In den Gesprächen mit Betroffenen spürt Georg Gehrenkemper auch immer wieder eine tief empfundene Dankbarkeit, dass er für sie radelt und während der Tour in der Öffentlichkeit den Fokus auf die Krankheit MS legt. Das motiviert! Herzlichen Dank wie immer an alle Unterstützer*innen, die auch in Hessen unsere Tour begleiten.

    Ein Highlight heute war der Empfang bei der DMSG Hessen in Fulda - neben viel Herzlichkeit und einer leckeren Stärkung gab es auch wieder die guten Gespräche!

  9. Tag 9: Bad Hersfeld - Kassel (28. April)

    Am 9. Tag der Deutschlandreise für Menschen mit MS geht es weiter mit Sonnenschein und ersten tollen Eindrücken von der Strecke, denn tatsächlich findet Georg Gehrenkemper nicht nur eine kurze meditative Pause im Kloster Haydau sondern auch einen weiteren Mitfahrer: Ab Melsungen begleitet ihn Julius Knoche, ein Bekannter einer MS-Betroffenen aus der Region.

    Zielort heute ist Kassel. Übrigens bedeutet der 9. Tag - es ist Halbzeit der Tour oder Bergfest und vor allem wurden bereits die Hälfte der Kilometer geradelt: 650 Km! Auf der heutigen Tour ging es weiter den Fuldaradweg entlang und abends fand in Kassel ein Treffen mit der DMSG Hessen statt. Danke auch hier für das herzliche Willkommen an alle Beteiligten. 

    Morgen geht es dann zum nächsten Landesverband: Zielort ist Höxter in Nordrhein-Westfalen.

  10. Tag 10: Kassel - Höxter (29. April)

    Tag 10 bedeutete für unseren Radler Georg Gehrenkemper eine Tour über 101 km sowie 250 hm in 5,5 Stunden, dabei ging es den Weserradweg entlang von Kassel über Hann.Münden nach Höxter. Das bedeutete also eine Strecke durch drei Bundesländer und somit auch durch die drei Landesverbände Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

    Abends gab es erneut einen tolles Treffen mit einer DMSG-Kontaktgruppe, dieses Mal mit der Gruppe in Höxter.

    Morgen geht es zu einem wohlverdienten Zwischenstopp ins heimatliche Laatzen! 

  11. Tag 11: Höxter - Laatzen (30. April)

    Auch die Tour von Höxter nach Laatzen (Heimat von Georg Gehrenkemper) zog sich über 90 km, an Holzminden, Bodenwerder, Salzhemmendorf vorbei und am wunderschönen Leinetal längs. 

    Landschaftlich ebenfalls eine schöne Strecke, vor allem auch die Rast am Münchhausen-Brunnen in Bodenwerder bleibt Georg in ganz besonderer Erinnerung.

  12. Tag 12: Hannover – Empfang im Park der Sinne (01. Mai)

    Vertreter der KG Laatzen und KG Hannover-Döhren waren ebenso anwesend wie Weggefährten von Georg Gehrenkemper: Alle waren sehr beeindruckt von den anschaulichen Berichten von Georg Gehrenkemper - jede einzelne emotionale Begegnung auf seiner Tour wird er nie vergessen.

    Beim Empfang des Landesverbandes Niedersachsen der DMSG sprachen Klaus-Peter Kubiak (links, Verbandsvorsitzender) sowie Ernesto Nebot Pomar (rechts, 1. stellv. Bürgermeister der Stadt Laatzen) Grußworte und sagten vor allem: Danke, Georg für diese beeindruckende Leistung!

  13. Tag 13: Laatzen - Hannover (Opernplatz) - Wolthausen (Kreis Winsen/Alller) (26. Mai)

    Nach der Corona bedingten Pause geht es an diesem Tag weiter mit der Benefiztour: Start war in Laatzen und nach einer kurzen Pause um ca. 10 Uhr am Opernplatz in Hannovers Innenstadt geht es dann weiter - immer nach dem Motto "Hamburg, wir kommen". Begleitet wird Georg Gehrenkemper heute u.a. von seiner Frau Gisela Gehrenkemper.

    Über die "süße Pause"  nach ca. 52 km freuten sich alle Mitradler*innen.

    Wir wünschen ganz viel Sonne im Gepäck und viele tolle Begegnungen - weiter so!

  14. Tag 14: Wolthausen - Egestorf (27. Mai)

    Die heutige Tour führt unsere tapferen Radler*innen von Wolthausen über Bergen, Wietzendorf und Bispingen nach Egestorf. Die Strecke ging durch die wunderschöne Heide, aber sie ging auch vorbei am Konzentrationslager Bergen-Belsen. Es bliebt Zeit, hier innezuhalten und die Gedenkstätte zu besuchen. Georg Gehrenkemper bekennt ehrlich: "Heute mal ein sehr nachdenklicher Tag auf der Deutschlandreise". Dieser Ort (wie viele andere) erinnert uns daran, dass wir diese Zeit und was damals Menschen passiert ist, niemals vergessen dürfen.

    Gespannt wird morgen Mittag auf die Einfahrt in Hamburg gewartet: "Hamburg, wir kommen!"

  15. Tag 15: Egestorf - Quickborn (28. Mai)

    Es ging von Egestorf über Hamburg nach Quickborn - und das im Hamburger Schietwetter. Georg Gehrenkemper ist ordentlich nass geworden, aber das Treffen mit netten Leuten hat es wieder wett gemacht. Danke an Daniela Möller für die Begleitung und an die DMSG Hamburg für den freundlichen Empfang.

  16. Tag 16: Quickborn - Rendsburg (29. Mai)

    An Tag 16 radelte Georg Gehrenkemper von Quickborn aus über Kellinghusen, Hohenweststedt bis nach Rendsburg. Auf den Straßen war nichts los - freie Fahrt und kein Regen! Aber: Leider hatten keine Gaststätten geöffnet!

  17. Tag 17: Rendsburg - Kronsgaard (30. Mai)

    Am Welt-MS-Tag führt die Benefiztour unseren Radler an die Ostsee - von Rendsburg geht es vorbei am Wittensee über Kappeln in den kleinen Ort Kronsgaard. Auch heute wieder dabei: der Regen! In Eckernförde kann Georg Gehrenkemper über den Welt-MS-Tag informieren. Die Gesamtdistanz liegt am vorletzten Tag nun schon bei 1.272 km. Endspurt!

  18. Tag 18: Kronsgaard - Flensburg (31. Mai)

    Endspurt: Hoch im Norden radelte Georg Gehrenkemper über Holnis zum Tourenziel Flensburg. Der letzte Tag war ein Auf und Ab wie zu Beginn der Tour, mit ganz viel Meer und endlosem Himmel entlang gut ausgebauter Fahrradwege in Schleswig-Holstein.

    Eine wahnsinnige Leistung – über 1.300 Kilometer, um genau zu sein 1.345, sind geschafft! Georg Gehrenkemper ist am anderen Ende von Deutschland angekommen. Danke für diesen Einsatz!

Interview mit Georg Gehrenkemper zum Start der Tour

Über den Förderkreis

Der Förderkreis zugunsten der DMSG Niedersachsen e.V. unterstützt den wichtigen und vielfältigen Einsatz unseres Landesverbandes für MS-Betroffene in Niedersachsen mit finanziellen Mitteln aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Veranstaltungen. Zuletzt wurde mit der Aktion „Multiple Sklerose – besser im Griff“ Geld für Spezial-Klettergriffe für die inklusive Klettergruppe in Hannover gesammelt. In Planung ist ein „Hippotherapie-Projekt“ mit verschiedenen Standorten in Niedersachsen. Weitere Infos unter Landesverband > Förderkreis.

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