Alex – Gedanken über die MS

Alexander Gottschalk quer 2

Mittlerweile gibt es verschiedene Studien, die zeigen, dass das Schreiben von Tagebüchern, das Notieren der eigenen Gedanken einen befreienden Effekt haben kann und speziell bei der Verarbeitung schwieriger Erlebnisse oder Lebenssituationen hilft. Die eigenen Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken werden einem bewusster, wenn man versucht, sie zu formulieren. Die eigenen Emotionen lassen sich durch das Aufschreiben besser verstehen und einordnen. So macht es auch DMSG-Mitglied Alex, der seine Gedanken über seine Erkrankung, die MS, und den Umgang damit auf berührende und persönliche Art festhält.

Hallo, ich bin Alex aus Hannover.
Ich hab‘ MS, die schleichende Variante. Glücklicherweise habe ich keine Schübe, keine Schmerzen und auch keine Lähmungen. Ich bin sehr offen meiner MS gegenüber. Ich lache mit ihr, ich weine mit ihr. Wir leben miteinander. Um das zu bewältigen, ohne zu verzweifeln oder gar zu verbittern, habe ich angefangen, meine Erfahrungen aufzuschreiben. Es ist mir wichtig, Anderen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Eine nur beobachtende, abwartende und verschlossene Auffassung meiner selbst, halte ich für wenig hilfreich. Möglicherweise gibt es Menschen, die mit meinen Gedanken etwas anfangen, vielleicht sogar Energie, Kraft, Mut daraus schöpfen können. Sich eventuell verstanden oder gar getröstet fühlen. Mir hat sowas schrecklich gefehlt und somit kann und will ich mit meinem, ja Reifeprozess, nicht hinter dem Berg halten. Wir Menschen brauchen einander.

Seine Gedanken möchte er daher gerne auch mit anderen von MS betroffenen Menschen teilen, wofür wir ihm hier gerne eine Plattform bieten. Rückmeldungen leiten wir ebenfalls gerne an ihn weiter.

Teil 1 – Der Weg zu mir selbst unter erschwerten Bedingungen

  1. Prolog
  2. Am Schlimmsten ist die Fatigue
  3. Meinen ersten Schub
  4. 11 oder 12 Jahre später
  5. Ich weiß nicht was ich mit meinem Leben noch anfangen soll
  6. 69 Tage
  7. Es sind jetzt 232 Tage
  8. Jemand Anderes
  9. Ich hänge nicht allzu sehr am Leben
  10. Totale Langeweile
  11. Ein Kampf gegen Windmühlen
  12. Beziehungen, Standpunkte
  13. Interlude - Weihnachten 2020
  14. Zwischen Hoffnung, Akzeptanz und Abschied
  15. Die Entdeckung der Langsamkeit des Seins
  16. Danke 2020!
  17. Die Rollstuhlhaltung
  18. Wer ist dieser "man"
  19. Eigentlich
  20. Pessimist vs. Optimist – kritischer Realist?
  21. Leid = Schmerzen x Widerstand
  22. Immer noch da
  23. Freiraum
  24. Berufsunfähig
  25. Ich
  26. Es geht mir gut?
  27. Selbstmitleid vs. Selbstmitgefühl
  28. Freak
  29. Der Zeigefinger und die Anderen
  30. Interlude - Zwacken im SB-Bereich
  31. Krise
  32. Betäubt
  33. Help me Rhonda
  34. Freiheit

Teil 2 – Mein Weg mit mir selbst unter erschwerten Bedingungen

  1. Grenzerfahrung Usedom
  2. Kinotheodolit
  3. Rollstuhl
  4. Kabelbruch
  5. Lass mich Ruhe
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