Alex – Gedanken über die MS

Alexander Gottschalk quer 2

Mittlerweile gibt es verschiedene Studien, die zeigen, dass das Schreiben von Tagebüchern, das Notieren der eigenen Gedanken einen befreienden Effekt haben kann und speziell bei der Verarbeitung schwieriger Erlebnisse oder Lebenssituationen hilft. Die eigenen Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken werden einem bewusster, wenn man versucht, sie zu formulieren. Die eigenen Emotionen lassen sich durch das Aufschreiben besser verstehen und einordnen. So macht es auch DMSG-Mitglied Alex, der seine Gedanken über seine Erkrankung, die MS, und den Umgang damit auf berührende und persönliche Art festhält.

Hallo, ich bin Alex aus Hannover.
Ich hab‘ MS, die schleichende Variante. Glücklicherweise habe ich keine Schübe, keine Schmerzen und auch keine Lähmungen. Ich bin sehr offen meiner MS gegenüber. Ich lache mit ihr, ich weine mit ihr. Wir leben miteinander. Um das zu bewältigen, ohne zu verzweifeln oder gar zu verbittern, habe ich angefangen, meine Erfahrungen aufzuschreiben. Es ist mir wichtig, Anderen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Eine nur beobachtende, abwartende und verschlossene Auffassung meiner selbst, halte ich für wenig hilfreich. Möglicherweise gibt es Menschen, die mit meinen Gedanken etwas anfangen, vielleicht sogar Energie, Kraft, Mut daraus schöpfen können. Sich eventuell verstanden oder gar getröstet fühlen. Mir hat sowas schrecklich gefehlt und somit kann und will ich mit meinem, ja Reifeprozess, nicht hinter dem Berg halten. Wir Menschen brauchen einander.

Seine Gedanken möchte er daher gerne auch mit anderen von MS betroffenen Menschen teilen, wofür wir ihm hier gerne eine Plattform bieten. Rückmeldungen leiten wir ebenfalls gerne an ihn weiter.

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