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Aktuelles vom BBMSE

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Die DMSG Niedersachsen freute sich sehr, den Bundesbeirat MS-Erkrankter (BBMSE) wieder in unserer Landeshauptstadt begrüßen zu dürfen.

Vertreter aller Landesverbände treffen sich zweimal jährlich, um Patientenanliegen in die Arbeit des Bundesverbandes der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft einzubringen, den Informations- und Meinungsaustausch zu fördern und um als Multiplikator für Aktionen des Bundesverbandes zu dienen.

Auch in diesem Jahr freuten sich die Teilnehmer wieder auf spannende Vorträge, u.a. zu aktuellen Themen aus dem Sozialrecht, Referentin RA Marianne Moldenhauer und neuen Informationen zu aktuellen MS-Therapien, Referentin Dr. Edeltraud Fasshauer, Vorsitzende des BBMSE des DMSG Bundesverband e.V.

Dr. Fasshauer betonte in ihrem Vortrag besonders den kritischen Umgang mit veröffentlichten Informationen aus Studien wie bspw. zur absoluten und relativen Risikoreduktion von Schüben und Behinderungsprogression.

Rechtsanwältin Marianne Moldenhauer legte den Schwerpunkt ihres Vortrags auf den Referentenentwurf zur Aktualisierung der Versorgungsmedizin-Versorgung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und die damit einhergehenden Änderungen, bspw. bei der Ermittlung des Gesamt GdB oder die Berücksichtigung von medizinischen Hilfsmitteln oder alltäglichen Gebrauchsgegenstände bei der Festlegung des GdB.

Alle Teilnehmer waren sich einig, wie wichtig Konzepte zur Ansprache junger Betroffener ebenso wie die stärkere Einbeziehung von langjährig Betroffenen und austherapierten Erkrankten, bei der Verbandsarbeit ist.

Katrin Gensecke, Vorsitzende des Landesbeirates MS-Erkrankter der DMSG Sachsen-Anhalt e.V. ergänzt: „Man merkt nie was schon getan wurde, man sieht immer nur, was noch zu tun bleibt. Daher wird es in naher Zukunft um so wichtiger erscheinen, dass wir uns als Betroffenenvertreter mit ehrgeizigen Zielen, im Interesse der MS- Erkrankten in die unterschiedlichen Gremienlandschaften engagieren, uns einbringen und nicht den Platz auf den Zuschauertribünen einnehmen. Wer anpackt, will auch mitbestimmen!“

Zur neuen ersten Vorsitzenden wurde Claudia Schilewski, Vorsitzende des Patientenbeirats der DMSG Bayern gewählt. Zum Stellvertreter wählten die Anwesenden Markus van de Loo, Vorsitzender des Selbsthilfebeirats der DMSG Hamburg sowie Georg Pellinnis, Vorsitzender des Landesbeirats MS-Erkrankter DMSG Hessen.

Auch auf internationaler Ebene, EMSP European Multiple Sclerosis Platform und MSIF Multiple Sclerosis International Federation übernehmen sie die deutsche Betroffenenvertretung.

Bei der Verabschiedung von Dr. Edeltraud Fasshauer lobte die neugewählte Vorsitzende Claudia Schilewski in ihrer Rede die zurückliegenden Meilensteine ihrer Vorgängerin und das besonders starke Engagement im Patientenbeirat, welches nunmehr seit 1991 besteht.

Professorin Dr. Judith Haas, Vorsitzende des DMSG Bundesverbands ergänzte in ihrer Präsentation zum Abschied von Frau Dr. Fasshauer: „Besonders hat sie auch im Gemeinsamen Bundesausschuss GBA, zu welchem Frau Dr. Fasshauer im Jahr 2012 akkreditiert wurde, mit einer unglaublichen Energie enormes für MS Betroffene geleistet. Für ihr außergewöhnliches Engagement erhielt sie bereits 2010 zu Recht das Bundesverdienstkreuz am Bande.“

Abschließend fasste Markus van der Loo zusammen: „Frau Dr.  Fasshauer hinterlässt große Schuhe und wir wollen uns gemeinsam und in ihrem Sinne bemühen und fortsetzen, was Sie über so lange Zeit vorgelebt hat.“

Als Abschiedspräsent überreichte er ihr eine persönliche Zeichnung von Phil Hubbe (deutscher Cartoonzeichner und selbst an MS erkrankt). Einstimmig wurde Frau Dr. Fasshauer zur Ehrenvorsitzenden des BBMSE gewählt.

Foto: DMSG Niedersachsen